Am Abend des 22. Januar berichteten staatliche Medien, dass Nguyễn Thanh Nghị und Nguyễn Minh Triết, die beiden Söhne des ehemaligen Premierministers Nguyễn Tấn Dũng, beide auf der Liste des Zentralkomitees (ZK) der 14. Amtsperiode stehen. Diese Information zog sofort große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, da es selten vorkommt, dass in derselben Amtszeit zwei leibliche Brüder gleichzeitig im höchsten Führungsgremium der Partei erscheinen.
Nguyễn Thanh Nghị ist derzeit für eine langjährige Laufbahn sowohl auf zentraler als auch auf lokaler Ebene bekannt und hat mehrere wichtige Führungs- und Verwaltungspositionen bekleidet. Nguyễn Minh Triết hingegen gilt als jüngeres Gesicht, das im politischen System schnell vorangekommen ist und als Vertreter der nachrückenden Kadergeneration angesehen wird. Dass beide auf der Liste des neuen ZK stehen, deutet auf eine Anerkennung ihres jeweiligen Werdegangs, ihrer Arbeitserfahrung und ihrer persönlichen Fähigkeiten hin.
Gleichzeitig hat die familiäre Verbindung viele Diskussionen ausgelöst. Handelt es sich dabei schlicht um das Ergebnis eines allgemeinen Planungs- und Auswahlprozesses nach einheitlichen Kriterien – oder spiegelt es einen bemerkenswerten Trend in der Führungsstruktur der kommenden Amtsperiode wider? Wird die gleichzeitige Aufnahme der beiden Söhne eines ehemaligen Premierministers ins Zentralkomitee vor allem symbolische Bedeutung haben – oder eröffnet sie langfristigere Kalkulationen im Personalgefüge der oberen Führungsebene?











